Sie sind der

Besucher dieser Website:
(seit 29.12.2011)

 

  So "arbeitet" die AHKS
  und ihre Mitglieder...

  AHKS Winfried
  ...immer mit dem Kopf durch
  die Wand...

          AHKS Abstieg
  ...wenn das geschafft ist,
  folgt oft ein Abstieg...

  AHKS Müll
  ...leider macht man oft keine   schönen Entdeckungen...

  AHKS Graffiti
  ... Höhlenmalerei ???

  AHKS B Schipke 
  und manchmal gibt es schöne   Momente...

 

Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Sauerland / Hemer e.V. (AHKS)

 

Die AHKS wurde 1975 gegründet und hat z.Zt. rund 80 Mitglieder. Sie ist dem Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher und dem Landesverband für Höhlen- und Karstforschung NRW angeschlossen, ferner noch Mitglied im Kreisheimatbund Märkischer Kreis und im Bürger- und Heimatverein Hemer e.V.


"Höhlentourismus", also rein sportive Exkursionen oder Abenteuerbefahrungen, lehnen wir ab. Vielmehr widmet sich die AHKS der wissenschaftlichen Erforschung und dem Schutz der heimischen Höhlen und Karstlandschaften. Im Rahmen der hierzu erforderlichen Basisarbeiten Höhlensuche und Höhlenvermessung konnten bislang rund 140 Objekte als Zugang im Höhlenkataster NRW eintragen werden, darunter so bedeutende Objekte wie z.B. das Brockloch oder die Dr.-Milch-Höhle. Gut 100 Höhlenpläne wurden inzwischen erstellt und im Laufe der Jahre kamen unzählige Dias und Fotos sowie in letzter Zeit auch Videofilme als Ergebnis der Bilddokumentation zusammen. Die so gewonnenen Unterlagen sind zusammen mit sämtlicher greifbarer Literatur im Höhlenkaster Westfalen gesammelt und systematisch archiviert. Diese Katasterarbeit erfolgt gemeinsam insbesondere mit der
Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Brilon e.V.(AHKB), dem
Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. (AKKH) und der
Speläologischen Vereinigung Nordrhein-Westfalen (SVNW).
Neben der Beschäftigung mit diesen grundlegenden Arbeiten befassen wir uns mit speziellen Fragestellungen und Aufgaben der verschiedensten naturkundlichen Fachrichtungen (Geologie, Mineralogie, Biologie, Hydrologie, Paläontologie z.B.), wie es dem Charakter der Höhlenforschung als interdisziplinäre Wissenschaft entspricht, wobei jedoch die Höhle als geschlossene Gesamtheit nicht aus den Augen verloren wird.


Die Höhlenforschung führt leider zu der unvermeidbaren Feststellung, dass die "unterirdische Welt" durch eine Vielzahl negativer Einwirkungen bedroht ist und damit konsequenterweise zum Höhlenschutz. Höhlen werden nur allzuoft aus Sicherheitsgründen zugeschüttet, als Partykeller missbraucht, zur Müllkippe degradiert oder durch Straßen- und Häuserbau zerstört. Sämtliche unverschlossenen altbekannten Höhlen Westfalens wurden ihres Sinterschmuckes nahezu restlos beraubt und irreparabel durch Ruß, Müllablagerungen, Farbschmierereien etc. verdreckt. Durch einen die Verkehrssicherungspflicht gewährleistenden Verschluss und anschließende dauerhafte Betreuung erhalten wir zahlreiche bedeutende Höhlen des Sauerlandes als Forschungs- und Anschauungsobjekte, aber auch z.B. als Winterquartiere für die vom Aussterben bedrohten Fledermäuse. Verschiedene Neuentdeckungen konnten durch sofortige konsequente Sicherungsmaßnahmen in unbeeinträchtigtem Zustand bewahrt werden, so z.B. die über 1 km lange Dr.-Milch-Höhle in Hemer. Leider provoziert die Sicherung einer Höhle eine oftmals unvorstellbare kriminelle Energie, so dass nicht unerheblicher Zeit- und Geldaufwand zur Reparatur mit brachialer Gewalt beschädigter Verschlüsse aufgebracht werden muss.


Auch Schutz und Sicherung gefährdeter Karstobjekte sind ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt, beispielsweise sei hier nur unser fast 20-jähriges Engagement für das Naturschutzgebiet Felsenmeer genannt. Unsere Aktivitäten werden abgerundet durch die Mitherausgabe der höhlenkundlichen Zeitschrift ANTIBERG (rund 70 Ausgaben sind hier inzwischen erschienen!), durch gezielte Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit zum Schutzbedürfnis von Karst und Höhlen, über allgemeine Naturschutzaktivitäten (z. B.: Fledermausschutz, Amphibienschutz) sowie durch die gute Zusammenarbeit mit befreundeten Höhlenforschungsgruppen und zahlreichen Naturschutz- und Fachbehörden.